Buchfink
(Buchfink: Fringilla coelebs – Ordnung: Sperlingsvögel, Familie: Finken)
#rettetunserevögel – Aktion zum Schutz unserer Vögel – initiiert von Ralf Becker von mein-naturgarten.de und der Natur Pur-Stiftung zur Artenerhaltung
Der Buchfink ist der häufigste Brutvogel in Deutschland. Du kannst ihn fast überall antreffen. Egal ob im Winter oder im Sommer: der Buchfink ist ein steter Begleiter in unseren Wäldern oder Gärten.
Der Name fringilla cooles setzt sich aus dem Namen der Familie der Finken „frigilla“ und der Art „coelebs“ zusammen. Die Bezeichnung „coelebs“ aus dem lateinischen deutet auf das Verhalten der Paare im Winter hin: es bedeutet ehelos oder ledig. Im Winter ziehen sich die Weibchen oft zurück und lassen die Männchen alleine zurück. Sie sind also im Winter oft allein. Daher ledig.
Im englischen heißt es „chaffinch“. Die Niederländer nennen ihn schlicht „fink“. In Frankreich zeigt seine Bezeichnung auf seine Lebensweise hin: „pinson des arbres“ übersetzt Baumfink.
Der Name Buchfink hat nichts mit dem Buch zum Lesen zu tun. Der Name bezieht sich auf die Baumart Buche. Den Finken zieht es ab Herbst gerne in die Buchenwälder und frisst dort in Erntejahren die Bucheckern. Jedoch variieren die Mastjahre bei den Buchen. Nur etwa alle drei bis sieben Jahre reifen die Bucheckern und bieten den Buchfinken dann viel Nahrung. In den Jahren zwischen der Samenreifung erholt sich der Baum. Damit Buchen überhaupr Bucheckern ausbilden können, müssen sie ein Alter von 40 Jahren erreichen. In forstwirtschaftlich genutzten Wäldern, erreichen viele Buchen dieses Alter nicht und werden vorab gefällt.
Ihr wollt dem Buchfink helfen? Dann unterstützt die Natur Pur-Stiftung mit einer Spende. Die Natur Pur-Stiftung widmet sich der Artenerhaltung und dem Vogelschutz.
Buchfink – AKTUELL
Buchfink nicht gefähdet – Vögel in Deutschland 2025
Im Herbst 2025 brachte das Bundesamt für Naturschutz mit dem DDA die Übersicht der Vögel 2025 heraus. Die Zahl der Buchfinken hat sich gegenüber der Vorjahren kaum verändert. Die Zahl der Finken liegt bei 6,15 bis 8,3 Mio. Buchfinkenpaaren in Deutschland. Gegenüber den letzten 12 Jahren bleibt der Bestand stabil. In einigen Bereichen (z.B. in Niedersachsen) haben sich die Bestände seit den sechsziger Jahren sogar verdoppelt. Dies liegt auch an Anpassungsfähigkeit des Buchfinken.
Buchfink Aussehen
Der Buchfink ist ein bunter Singvogel, dessen prächtige Farben man in bei uns gar nicht erwartet. Das Prachtkleid zeigt beim Männchen einen blaugrauem Kopf und Nacken, rostbraune Brust und Wange. Das Weibchen ist eher unauffällig und tarnt sich mit einem oliv-bräunlichem Gefieder. Was beide vereint: sie besitzen markante weiße Flügelbinden und einen grünlichen Bürzel.Im Flug ist die weiße Flügelbinde serh gut zu erkennen.
Männchen
Das Männchen ist wie oben beschrieben deutlich bunter und gerade während der Balzzeit kräftig gefärbt. Der blaugraue Kopf hebt sich von der rostbraunen, oft orange schimmernden Brust ab. Um die Augenpartie ist das Mänchen auch rostbraun gefärbt. Die Flügel sind mehrfarbig von schwarz, weiß über grün bis gelb. Im Frühjahr hebt sich der Buchfink durch seine schillernden Farben sehr gut von den anderen Singvögeln ab.
Weibchen
Das Weibchen ist im Gegenatz zum Männchen schlichter gefärbt, ideal zur Tarnung im einem Nest im Baum oder Busch. Die rostbraune Färbung fehlt beim Weibchen gänzlich. Dafür ist es eher oliv-grau-braun. Die Flügel sind wie beim Männchen vierfarbig gesprenkelt. Durch diese Färbung ist das Buchfinkweibchen ab Frühjhar in ihrem Nest praktisch unsichtbar und nimmt die Färbung von Rinde oder Baum an.
Buchfink: Masse und Gewicht
Der Buchfink ist im Gegensatz zu den Meisen oder auch den anderen Finken eher ein bulliger Vogel. Mit 14 – 16 Zentimeter sind sie etwa so groß wie ein Spatz, haben aber eine ausgeprägeter Bauchpartie. Die Flügelspannweite erreicht etwa 24 – 29 cm.
Das Gewicht beträgt etwa 21 gr. und ist damit deutlich geringer als beim Grünfink oder dem König der Finken, dem Kenbeißer.
Buchfink: Habitat – Lebensraum – Anzahl
Lebensraum des Buchfinken
Der Buchfink nimmt heute alle Reviere in Beschlag. Du findest ihn in überall, wo es auch ein paar Bäume gibt. Er ist dabei nicht so wählerisch und bezieht auch gerne in Gärten oder Parks sein Revier. Oft kannst du gerade im Winter unzählige Finken in deinem Garten entdecken.
In ganz Deutschland ist der Buchfink vertreten. Die dichtesten Reviere befinden sich in den waldreichen Mittelgebirgen. Aber auch in der Lüneburger Heide, der Ruppiner Schweiz oder der Altmark ist er ein häufig anzutreffender Vogel. Da der Buchfink Bäume mag, ist er in den intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen wie zum Beispiel der Magedburger Börde oder den Baumlosen Gegenden rund um die Nordsee weniger häufig zu sehen.
WIRD FORTGESETZT
Gedichte über den Buchfink:
Der Buchfink
Der Buchfink ist ein schräger Typ,
und geht ihr in den Wald,
dann trefft ihr ihn und seine Frau
vermutlich ziemlich bald.
Er hat ein rotes Jäckchen an,
trägt einen blauen Hut,
auch wenn es nicht zusammenpasst,
dem Buchfink steht das gut.
Die Finkenfrau ist nicht so wild
auf so verrückte Kleidung,
doch lässt sie ihrem Mann den Tick
zur Ehekrachvermeidung.
Warum der Buchfink Buchfink heißt,
kann keiner ganz verstehn,
denn niemand hat den Buchfink je
mit einem Buch gesehn.
(Jörn Heller)
Aus dem Schlesischen Gebirge
Nun werden grün die Brombeerhecken;
Hier schon ein Veilchen – welch ein Fest!
Die Amsel sucht sich dürre Stecken,
Und auch der Buchfink baut sein Nest.
Der Schnee ist überall gewichen,
Die Koppe nur sieht weiß ins Tal;
Ich habe mich von Haus geschlichen,
Hier ist der Ort – ich wag’s einmal:
Rübezahl
(Auszug aus einem Gedicht von 1844)
Buchfink
Ich fand einmal ein Finkennest,
und in demselben lag ein Rest
von einem Kriminalroman.
Nun sieh mal an:
der Fink konnt lesen!
Kein Wunder, es ist ein Buchfink gewesen.
(Heinz Erhardt)
In diesem Sinne bleibt natürlich, Euer Naturgartenfreund Ralf
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