#rettetunserevögel – Vogeltod 2: Intensive Landwirtschaft/Pestizide

 

Eine der Hauptursachen für das massive Vogelsterben ist die intensive Landwirtschaft. Die Situation muss man jedoch global sehen. Ein Großteil unserer Vögel überwintert im milderen Südeuropa. Habt ihr schon einmal die kilometerlangen Plantagen von Kohlrabi, Lauch oder Orangen im Landesinnern von Spanien gesehen? Hier steht die Natur absolut in zweiter Reihe. Es werden Pestizide ausgebracht, um den höchstmöglichen Gewinn zu erzielen. Ich möchte hier nicht auf die spanischen Bauern einschlagen. Wir alle sind es, die Mitschuld daran tragen: Durch unseren Hunger nach der billigsten Orange, dem Blumenkohl im Hochwinter und Erdbeeren auf dem Weihnachtsteller werden diese Bauern zu solchen Maßnahmen getrieben.

Wie sollen hier Vögel überleben?

Auch bei uns in Deutschland werden noch viel zu viele Pestizide und Gifte ausgebracht. Die Folge: Die Insekten (siehe unten) sterben weiter. Unsere Vögel finden kein Futter oder nehmen vergiftetes Futter für ihre Nachzucht auf.

Wer mit offenen Augen durch Teile Deutschlands fährt, wird sich wundern, dass auf dem Land zum Teil weniger Vögel als in städtischen Bereichen zu finden sind. Wo sollen Kiebitze oder das Rebhuhn auf den zig Hektar großen Agrarflächen mit Getreide oder Mais in Mecklenburg-Vorpommern oder anderen Landesteilen ihre Brut aufziehen? Mais, eine für die Tierwelt außer gehäckselt zum Fressen, unbrauchbare Pflanze, zieht sich kilometerweit über Äcker. Dort können keine Insekten, Bienen oder Vögel überleben:

Sie verhungern regelrecht.

Es liegt an uns: durch ein verändertes Kaufverhalten: Erdbeeren im Sommer, Kohl im Herbst etc.. Kauf bei regionalen Anbietern können wir eine Umkehr von dieser Agrar-Fabrik erreichen. So werden viele Agrarflächen überflüssig und können zum Teil wieder in Wiesen und Brachland umgewandelt werden.

Zu: Vogelsterben – Teil 3